Warum es Sinn macht, Mitarbeitern in ihrem Job Sinn zu geben

 

Mitarbeiter Sinn

Es gibt kurzfristige Sinnerfahrungen, Dinge, die uns im Alltag als sinnvoll erscheinen. Dazu kann zum Beispiel das Putzen oder Kochen zählen – es sind die Kleinigkeiten, die alltäglichen Errungenschaften. Dann gibt es noch die längerfristige Sinnerfahrung wie beispielsweise die berufliche Existenz, das Studium usw. Und zu guter Letzt natürlich der Lebenssinn, der uns Gesamt-Sinn verleiht.
Die Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung einer Person, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können und somit erfolgreich und eigenverantwortlich zu handeln.

 

Warum Sinn Sinn macht

Was hat nun unser Sinnempfinden mit unserer Selbstwirksamkeit zu tun? Aus der Wissenschaft wissen wir, dass die Selbstwirksamkeit einen sehr grossen Einfluss auf unseren Lebenssinn hat. Die Sinneserfahrung wiederum fördert positive Gefühle und eine grössere Lebenszufriedenheit. Menschen mit Sinneserfahrung sind hoffnungsvoll und optimistisch, sie sind kompetent, selbstbestimmt und sozial eingebunden. Sie verfügen zudem über eine hohe körperliche Gesundheit, haben weniger Schmerzen, weniger Beeinträchtigungen der körperlichen Funktionstüchtigkeit und das beste: Das Sterberisiko für Personen mit hoher Sinnerfüllung ist deutlich geringer.

Es macht also durchaus Sinn, sich über den Sinn Gedanken zu machen


Für die Mitarbeiter bedeutet das konkret, dass sie bestrebter an neue Aufgaben und Herausforderungen herantreten, diese mit höherer Selbstbestimmtheit bearbeiten und sie weniger Fehltage aufweisen. Ihre allgemeine Selbstwirksamkeit erreicht ein höheres Mass, das sich in jeder Hinsicht positiv auf die Arbeit auswirkt.

 

Negative Effekte von Sinnlosigkeit

Erlebt eine Person jedoch Sinnlosigkeit – im Beruf oder im Leben, entsteht Entmutigung, Hoffnungslosigkeit und Passivität. Letzteres ist vor allem für den Arbeitsalltag fatal. Ein passiver Mitarbeiter zeigt keine Eigenverantwortung und -initiative, wobei dies mitunter die wichtigsten Faktoren eines Mitarbeiters sind. Letztlich führt Sinnlosigkeit zu depressiven Verstimmungen, das deutliche Stressempfinden steigt und die Person beginnt mehr zu grübeln als sonst. Der Mitarbeiter fühlt sich körperlich erschöpft und ist weniger leistungsfähig wodurch sich die Einsatz- und Arbeitsbereitschaft stark verringert.

 

Was können Arbeitgeber tun?

Es ist wichtig für Arbeitgeber zu erkennen, dass es zentral ist seinen Mitarbeitern einen Sinn in ihrer Tätigkeit zu geben. Sinneserfahrungen wirken sich positiv auf die Arbeitsbereitschaft und die Motivation aus und führen letztlich zu einer Verringerung von Fehltagen und Depressionen.
Arbeitgeber können:

  • Stress minimieren

Stressbelastungen wirken sich negativ auf unsere Sinnerfahrung aus und deshalb sollte jeder Arbeitgeber daran arbeiten, den Stress in einem Unternehmen zu minimieren. Das kann mit Hilfe von Interventionen durch geschulte Berater und Coaches stattfinden oder aber durch die gesamtheitliche Atmosphäre im Unternehmen und die gegenseitige Unterstützung der Kollegen.

  • Sinnvermittlung

Ein jeder Arbeitgeber sollte erklären können, warum gewisse Positionen relevant und warum ihre Tätigkeiten unabdingbar sind. Wenn ein Mitarbeiter in seiner beruflichen Tätigkeit geschätzt wird, ergibt diese für ihn Sinn – unabhängig von frustrierenden Ereignissen oder Rückschlägen. Der Mitarbeiter muss verstehen können, welchen Zweck seine Aufgaben haben und zu was sie führen. Er muss vestehen welche Rolle er in dem grossen Ganzen spielt.

  • Unternehmen sensibilisieren

Und wie immer muss ein breites Bewusstsein für den Zusammenhang von Lebensqualität, seelisch-körperlicher Gesundheit und der Sinnerfahrung vorherrschen, denn nur solange die Philosophie eines Unternehmens dieses Bewusstsein fördert, kann es von den Vorgesetzten und Mitarbeitern angenommen werden. 

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